Pavese-Rohling (Tartsche) – historische Präzision bis auf den Millimeter
Deutsche Qualität bei den Rohlingen. Ideale Basis für Schilde, die im Schaukampf eingesetzt werden!
Beschreibung
Maße
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Breite: 55 cm
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Höhe: 75 cm
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Stärke: 1 cm
(Die Maße können geringfügig abweichen, da der Schildrohling handgefertigt wird)
Lieferzeit: 2 Wochen ab Bestellung (manchmal schneller, wenn die Auslastung der Werkstatt gering ist)
Wir bieten auch DIY-Bausätze für die Schildherstellung an. Details hier.
Besonderheiten unserer Rohlinge
Der Pavese-Rohling wird aus verleimtem Schichtholz gefertigt: Die Basis besteht aus 3 Lagen 3 mm starkem Pappelsperrholz. Zur Erhöhung der Stabilität legen wir zwischen die Sperrholzschichten Leinenstoff ein.
Tipps
Unser Schildrohling eignet sich ideal für die Weiterverarbeitung. Es gibt mehrere Varianten der Veredelung: Man kann ihn mit Leinen bespannen und die Kanten mit Rohhaut verstärken oder den gesamten Schild mit Rohhaut überziehen. Auf dieser Grundlage lässt sich der Schild hervorragend mit Acrylfarben bemalen.
Bei Bedarf kann auch eine weiche Polsterung für den Unterarm am Griff angebracht werden – das dämpft Stöße und erhöht den Tragekomfort.
Historischer Hintergrund
Infolge veränderter Kampftaktiken mussten die zu Fuß kämpfenden Soldaten ab dem 13. Jahrhundert eine eigene, von der Reiterei unabhängige Schildform entwickeln. Die Pavese (oder Tartsche) gilt seit dem 14. Jahrhundert als der Schild der Fußtruppen. Besonders bei Armbrustschützen war die Pavese sehr beliebt. Große Standpavesen wurden vor den Schützen als Schutzwall aufgestellt. Leichtere Ausführungen ließen sich auf dem Rücken tragen und boten so Schutz beim Spannen der Armbrust in gebeugter Haltung.
Ihren Namen verdankt diese Schildform vermutlich der Stadt Pavia (Italien), die der Legende nach die Heimat dieses Schildes ist. In Deutschland wird dieser Schildtyp meist als Tartsche bezeichnet.
Als Vorlage für unsere Rekonstruktion der Pavese dienten uns zwei Schilde des Meisters Hans von Siebenbürgen (1463), die wir im Stadtmuseum München begutachten konnten, sowie eine Tartsche (vermutlich spätes 16. Jahrhundert) aus Burg Trausnitz in Landshut, über die uns vom Bayerischen Nationalmuseum eine Dokumentation zur Verfügung gestellt wurde.
Zu jener Zeit wurden Pavesen entweder aus einem einzigen Baumstamm herausgeschnitzt oder aus Holzstäbchen im Leinenverbund verleimt. Diese Techniken sind äußerst aufwändig und kostspielig. Daher haben wir eine günstigere, aber ebenso robuste Lösung entwickelt – die Verleimung von Schichtholz mit Leineneinlagen. Dank unserer Technologie können wir Ihnen eine historisch getreue Form zu einem erschwinglichen Preis anbieten.






