Wenn die Vergangenheit auf die Gegenwart trifft und die Stille eine Stimme bekommt. Das ist das Echo der Jahrhunderte — das ist die Kankles
Lieferumfang:
10-saitige Kankles
Passende Tasche zum Instrument
Stimmschlüssel
Ein Set Ersatzsaiten
Gurtringe für das Befestigen eines Gurtes zum Umhängen
Wir geben 3 Jahre Garantie!
Inkl. Versand (innerhalb Europa / Für Lieferung in Drittländer zzgl. Versand; bitte per E-Mail kontaktieren)
Technische Details
Material:
Korpus: Erle
Decke: Fichte
Andere Details: Mahagoni
Wirbel: Metall
Maße:
Länge: 710 mm
Breite: 180 mm
Gewicht: 0,95 kg
(Größe, Farbe, Maserung und Gewicht können aufgrund der Handarbeit geringfügig abweichen.)
Stimmung:
G#3 A#3 B3 C#4 D#4 E4 F#4 G#4 A#4 B4
Saitendurchmesser:
G#3 — 0,50 mm
A#3 — 0,45 mm
B3 — 0,45 mm
C#4 — 0,45 mm
D#4 — 0,40 mm
E4 — 0,35 mm
F#4 — 0,35 mm
G#4 — 0,30 mm
A#4 — 0,30 mm
B4 — 0,30 mm
Ersatzsaiten findest Du hier.
Tipps & Tricks
Man braucht keine Notenkenntnisse oder Erfahrung mit anderen Instrumenten, um Kankles spielen zu können! Alles, was Du brauchst, ist das Instrument, der Stimmschlüssel und ein Stimmgerät.
Wie stimmen?
Du benötigst das Instrument, den Stimmschlüssel und ein Stimmgerät (entweder als Gerät oder als App wie CarlTune im Google Play und App Store).
Stimme die erste Saite auf G#. Zupfe die Saite und schau auf das Stimmgerät. Wenn die Nadel zu tief anzeigt, drehe den Wirbel der ersten Saite mit dem Schlüssel im Uhrzeigersinn. Wenn die Saite zu hoch ist (überzogen), drehe den Wirbel gegen den Uhrzeigersinn, um sie zu lockern. Sobald die Nadel auf G# zeigt und blau leuchtet, ist die Saite gestimmt. Achte auf die Oktave neben dem Notennamen: Sie muss 3 sein (G#3).
Der Vorgang ist für die restlichen Saiten gleich:
2. Saite → A#3
3. Saite → B3
4. Saite → C#4
5. Saite → D#4
6. Saite → E4
7. Saite → F#4
8. Saite → G#4
9. Saite → A#4
10. Saite → B4
Wie halten?
Traditionell wird die Kankles vertikal gehalten, wobei die lange Seite auf dem Schoß ruht, oder horizontal, wobei die Rückseite auf dem Schoß aufliegt. Die Saiten zeigen vom Spieler weg, die breite Seite nach links. Die rechte Hand (Finger, Fingernägel oder Plektrum) zupft die Saiten, die linke Hand dämpft sie.
Historische Informationen
Die erste schriftliche Erwähnung des Wortes „kanklės“ findet sich in einer Bibelübersetzung von Jonas Bretkūnas aus dem Jahr 1580, aber die Geschichte des Instruments reicht Jahrtausende zurück (verwandte Instrumente: lettische Kokle, estnischer Kannel, finnische Kantele, slawische Gusli).
Ursprünglich ländlich verbreitet, wurde die Kankles im frühen 20. Jahrhundert auch in Städten populär und entwickelte sich zu einem Symbol der litauischen nationalen Identität. Jede ethnografische Region Litauens hat eigene Traditionen (Bauweise, Spieltechnik, Repertoire).
Bauweise und regionale Merkmale
Traditionelle Kankles wurden aus einem einzigen Stück Holz geschnitzt, meist trapezförmig. Korpus aus Linde, Erle oder Ahorn; Decke aus Fichte oder Espe. Saiten aus Metall (Stahl oder Messing), früher auch aus Tiersehnen.
Drei historische Typen:
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Nordöstliches Aukštaitija (4-5 Saiten): Ältester Typ, für Solo-Darbietungen alter polyphoner Sutartinės.
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Nordwestliches Aukštaitija und Samogitien (9-12 Saiten): Weiterentwickelter Typ für Solo oder Ensemble.
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Suvalkija (11-12 Saiten): Charakterisiert durch ein rundes, reich verziertes Ende.
Heilige Eigenschaften
In der Antike spielte die Kankles eine wichtige Rolle in Ritualen und Glaubensvorstellungen.
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Instrument der Vaidilos (Priester): Legenden besagen, dass die Vaidilos sich auf der Kankles begleiteten, um Heldentaten zu besingen, Opfer darzubringen und heilige Riten durchzuführen. Ihr Klang sollte vor bösen Geistern und sogar vor dem Tod schützen.
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Verbindung mit dem Tod: Es gab den Glauben, dass das beste Holz von einem Baum stamme, der zwischen dem Tod und der Beerdigung einer Person gefällt wurde. Wenn die Verstorbene sehr betrauert wurde, erhielt das Instrument angeblich eine „traurige, bittere Stimme“.
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Männertradition: Herstellung und Spiel der Kankles waren jahrhundertelang ausschließlich Männersache; erst im 20. Jahrhundert (Urbanisierung, Ensembles) ging das Instrument „in Frauenhände“ über.






