Kurse werden von uns in regelmäßigen Abständen oder nach individueller Vereinbarung angeboten.

Neben dem Kursangebot findet ihr hier eingestellte Bastel- und Bau-Anleitungen für historische Nachbauten verschiedenster Gegenstände aus dem Mittelalter.

Kurse mit Individueller Vereinbarung

  • Kurse und momentant verfügbare Themen: Birkenrindenverarbeitung
  • Ihr wollt was Handwerkliches erlernen?
  • Seid max. 5 Personen?
  • Dann schreibt uns!

 

  • Kommende Kurse: Schildbau, Mittelaltermöbel

 

Kurse DictumBirkenrindenverarbeitung – Kurs

  • Kurs-Termin: 20.02.2016 / 19.03.2016 / 02.04.2016
  • Teilnehmerzahl,  Anmeldekontakt und weitere Info: www.birkenleder.de/kurse

Was Ihr an diesen Kurstagen lernen könnt:

  • Historisches und Geschichtliches
  • Birkenrinde aufbereiten
  • Herstellen von Birkendosen und mehr

 

Messergriff aus Birkenrinde – Kurs

Ein weiterer unserer Kurse, welcher parallel zum oben genannten Workshop stattfindet ist der Messergriffbau mit Birkenrinde.

  • Kurs-Termin: 12. – 13.03.2016
  • Teilnehmerzahl + Anmeldekontakt: Bitte siehe unteren Link
  • weitere Info:

Was Ihr im Kurs lernen könnt:

  • Historisches und Geschichtliches
  • Birkenrinde aufbereiten
  • Herstellen eines Birkenrindengriffes für euer Lieblingsmesser

Anmeldung erfolgt über Dictum, hier!

Wir freuen uns Euch in unseren Kursen bald begrüßen zu dürfen!

Kurse sind aber nicht das Einzige was wir anbieten. Bastel- und Bauanleitungen zum Aufwärmen kommen im Folgenden

Für das Mittelaltermagazin KARFUNKEL schreiben wir regelmäßig Bau- und Bastelanleitungen. Mit freundlicher Genehmigung des Karfunkel Verlages stellen wir Euch eine kleine Auswahl dieser Anleitungen hier zum herunterladen bereit. Aber nicht vergessen: Solche Anleitungen machen viel Arbeit und der Karfunkel Verlag und Geschichtshandwerk.de müssen Geld verdienen, um solchen Service anbieten zu können. Wer also gerne weitere neue Anleitungen haben möchte, sollte die KARFUNKEL am besten abonnieren!

Weitere Tipps und Tricks

Antike Beschläge selber machen:

Bei sog. Antikbeschlägen handelt es sich natürlich nicht um wirklich alte Beschläge. Vielmehr sind es normale Eisenbänder, die auf „alt getrimmt“ werden. Und das geht im Grunde recht einfach: Die Eisenbeschläge mehrere Stunden in 3% Salzsäure (Batteriesäure oder Salzwasser, dann dauert es jedoch länger) legen, bis sie gut angerostet sind. Die Beschläge abwaschen und abbürsten. Dann stark erwärmen, z.B. mit einem Gasbrenner oder in der Schmiedeesse und in Öl oder flüssigem Holzwachs abschrecken. Wenn nötig nochmals erwärmen und abschrecken, bis die gewünschte Optik erreicht ist. Ja nach Öl und Wachs ergeben sich unterschiedliche Grau- oder Brauntöne. Vorsicht Brandgefahr bedenken!

Warum geschmiedete Nägel besser halten:

Geschmiedete Nägel sind in der Regel konisch, d.h. an ihrer Spitze ist der Nagelschaft dünner als am Kopf. Zudem haben sie einen quadratischen Querschnitt. Diese Form bewirkt, dass wesentlich größere Druck- und Reibungskräfte auf das Holz wirken, als es bei modernen Nägeln der Fall ist. Jedoch müssen geschmiedete Nägel fast immer vorgebohrt werden, da ansonsten das Holz in Faserrichtung reißt. Einzige Ausnahme sind relativ kleine Nägel, die ins Stirnholz geschlagen werden.

Lederkanten (auf-)putzen:

Damit die Kanten ein einem Lederteil nicht ausfasern und über viele Jahre glatt bleiben, werden Sie vom Sattler „aufgeputzt“. Dazu verwendet er ein sog. Aufputzmittel. Dies besteht aus Wasser und Gummi Arabicum, im Verhältnis 1:1 gemischt. Um es herzustellen einfach ein großes Glasgefäß etwa bis zur Hälfte mit Wasser füllen und ein paar Löffel Gummi Arabicum Pulver zugeben, schütteln und warm stellen. Diesen Prozess solange wiederholen, bis die Mischung die gewünschte Zähigkeit erreicht hat – in der Regel etwas wie Sahne. Wer die Kanten des Leders gerne einfärben möchte, kann der Mixtur noch Holzbeizen (auf Wasserbasis) oder Pflanzenfarben (z.B. Walnussschalen-Extrakt) zugeben. Die Lederkanten nach dem Schneiden abziehen (runden). Dann die Kante in eine Richtung mit feinem Schleifpapier (100er) glätten. Ggf. die losen Fasern mit einem heißen Eisen (z.B. Spachtel der über Flamme erhitzt wird) abbrennen. Nun das Ausputzmittel mit einem Schwamm auf die Kante (nur auf die Kante, nicht auf die Fläche) auftragen. Der Aufputz zieht ein und trocknet innerhalb von 10-30 Minuten. Nun eventuell noch einmal Schleifen und Aufputzen. Fertig! Wer’s richtig „Glänzig“ haben möchte, kann zum Abschluss noch mit Wachs über die Kanten gehen und diesen polieren.